Sebastian Römer

Stadt Bornheim - Fachbereich 11.2 - Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturförderung, Ehrenamt, Partnerschaften, Stadtarchiv

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Paul Corrales Braun

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Gemeinwohl-Bilanzierung lokaler Unternehmen

Wie können wir unsere Nachhaltigkeit bewerten und weiter verbessern? Die drei Bornheimer Unternehmen Biohof Apfelbacher, Dalitz Immobilien und Nelles Backmanufaktur gingen 2022 als Pioniere in Bornheim voran und erstellten ihre erste Gemeinwohl-Bilanz. Weitere vier Unternehmen haben den Prozess im September 2023 begonnen.

Dabei werden die Unternehmen im Rahmen eines besonderen Kooperationsprojekts von Studierenden der Alanus Hochschule und professionellen GWÖ-Berater*innen unterstützt. Die WFG Bornheim hat in Kooperation mit der Alanus Hochschule, der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW, der Stadt Bornheim und dem Bornheimer Unternehmerkreis einen Prozess konzipiert, der es Unternehmen erleichtern soll, ihre erste GWÖ-Bilanz zu erstellen. Im Kooperationsprojekt gibt es jedes Jahr vier freie Plätze für Unternehmen. Wenn Sie Interesse am Thema haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Kick-Off und Workshops bei den Unternehmen

Nach einer Kick-Off-Veranstaltung in der Alanus Hochschule finden fünf Online-Themen-Workshops zu den verschiedenen Berührungsgruppen aus der Gemeinwohl-Bilanz (Lieferant*innen, Kund*innen, Eigentümer*innen/ Finanzpartner*innen, Mitarbeitende und gesellschaftliches Umfeld) statt. Diese werden von den Studierenden moderiert und dokumentiert. Vorbereitet und gecoacht werden die Studierenden für diese Aufgabe von den Gemeinwohl-Berater*innen. Während der Workshops arbeiten die Unternehmen einen Fragenkatalog zum Umgang mit der jeweiligen Berührungsgruppe durch, dokumentieren relevante Aktivitäten innerhalb des Berichtszeitraums, ordnen sich selbst in einem Punktesystem ein und benennen Verbesserungspotenziale. (Weitere Informationen zur Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz)

Fertigstellung und Übergabe der Berichte

Nach den Workshops erstellen die Studierenden in mehreren Feedbackschleifen mit den Unternehmen die Berichtsentwürfe. Die Unternehmen ergänzen relevante Kennzahlen und noch fehlende Informationen. Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung erhalten die Unternehmen von den Studierenden ihre Berichtsentwürfe.

Peer-Evaluation

Anschließend gehen die Unternehmen in einen gemeinsamen Teamprozess, in dem sie die Selbsteinstufung mit den weiteren teilnehmenden Unternehmen und den Gemeinwohl-Berater*innen diskutieren und evaluieren. Das Ergebnis wird in einem Testat dokumentiert. Nach Abschluss veröffentlichen die Unternehmen ihre Bilanz. Ab diesem Zeitpunkt können sie das Siegel „Gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen“ tragen und für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Zertifikatsübergabe

Bei einer öffentlich angekündigten Zertifikatsübergabe-Feier erhielten die Unternehmen von Christoph Becker, Bürgermeister der Stadt Bornheim, und Hans-Joachim Pieper, Rektor der Alanus Hochschule, ihre Gemeinwohl-Zertifikate. Im Anschluss teilten die Vertreter*innen der Unternehmen ihre Erfahrungen: Wie lief der Prozess in der Praxis? Was hat er uns gebracht? Welche konkreten Maßnahmen möchten wir umsetzen?

Weitere Infos zum Ablauf des Prozesses und Ihrem Nutzen finden Sie auch in der Infobroschüre „Zukunftsfähig Wirtschaften.“ (pdf)

Wenn Sie mehr erfahren möchten und Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Dann könnte die Podcastfolge der Kreiswirtschaftsförderung das Richtige für Sie sein.

Podcast: “Gemeinwohlökonomie-Bilanz – Wettbewerbsfaktor in Bornheim”
Unser Kollege Paul Corrales-Braun und Elmar Dalitz, Geschäftsführer von Dalitz Immobilien, stellen das Konzept detailliert vor und sprechen über die Chancen, die darin stecken.