Sebastian Römer

Stadt Bornheim - Fachbereich 11.2 - Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturförderung, Ehrenamt, Partnerschaften, Stadtarchiv

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Paul Corrales Braun

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Gemeinwohlförderung

Die vielen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit machen deutlich, dass wir nicht weiter machen können wie bisher. Es braucht eine klare Ausrichtung, mit der wir diesen Herausforderungen begegnen und für eine nachhaltige Zukunft sorgen können. Eine solche klare Ausrichtung ist unserer Ansicht nach die Gemeinwohl-Ökonomie.

Durch eine Orientierung des wirtschaftlichen Handels an gemeinwohlorientierten Werten wie Menschenwürde, Solidarität & Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz & Mitentscheidung – Werte, die eine lange Tradition in unseren Verfassungen und eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung haben – können wir unsere Wirtschaft nachhaltig und zukunftssicher aufstellen und zu einem guten Leben beitragen. Weitere Informationen zur Anwendung der Gemeinwohl-Ökonomie in Unternehmen finden Sie hier.

In Abstimmung mit dem Bürgermeister der Stadt Bornheim, verfolgt die WFG Bornheim daher die Strategie die Stadt Bornheim zu einer gemeinwohlorientierten Kommune zu entwickeln.  

Gemeinwohl-orientierter Kriterienkatalog zur nachhaltigeren Vergabe von Gewerbeflächen

Viele Regionen in Deutschland stehen unter einem erheblichen Flächendruck. Im Hinblick auf eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung wird daher die gezielte Auswahl potenzieller Unternehmen, die die Fläche bestmöglich nutzen, immer wichtiger. Doch was bedeutet “bestmöglich”? Die Wirtschaftsförderungen haben hier die Möglichkeit, mit entsprechenden Vergabekriterien die Weichen für eine nicht nur an ökonomischen Aspekten wie Arbeitsplatz- und Steuereinnahmeeffekten orientierte Auswahl der Bewerber für Gewerbegrundstücke zu stellen, sondern explizit gemeinwohlorientierte Kriterien mit einzubeziehen oder in den Vordergrund zu stellen.

So hat in den Kriterienkatalog der WFG Bornheim, der Bewertungsbereich 4 “Nachhaltige und gemeinwohlorientierte Unternehmensführung” neben den Bewertungsbereichen 1 “Beitrag zur Verbesserung der Branchenstruktur”, 2 “Anzahl und Qualität der Arbeitsplätze” 3 “Wirtschaftskraft und Krisenfestigkeit” Einzug gefunden. Diese vier Bewertungsbereiche werden in Bornheim zu gleichen Teilen gewichtet. Darüber hinaus wird die Beurteilung der Bewerber*innen durch drei Korrekturfaktoren ergänzt: die Verkehrsbelastung, die lokale/regionale Verankerung der Bewerber*innen sowie soziale Korrekturfaktoren.

Regelmäßige Erstellung einer eigenen Gemeinwohl-Bilanz für die WFG Bornheim

Die WFG Bornheim hat im Jahr 2020 als erste Wirtschaftsförderungsgesellschaft Deutschlands eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt und sich in einem umfangreichen Auditierungsprozess bilanzieren lassen. Im Oktober 2023 hat sie ihre zweite Bilanz abgeschlossen. Der Auditor bescheinigt der WFG Bornheim in Bezug auf Ihre gemeinwohlorientierte Arbeit eine sehr positive Entwicklung.

Das Testat als PDF finden Sie hier.

Den gesamten Gemeinwohl-Bericht und die Gemeinwohl-Bilanz für die Geschäftsjahre 2020/2021, können Sie sich hier als PDF ansehen. Die Kurzfassung des alten Gemeinwohl-Berichtes für die Geschäftsjahre 2017/2018 finden Sie hier.


Kooperationsprojekt für die GWÖ-Bilanzierung lokaler Unternehmen

Die WFG Bornheim und die Alanus Hochschule haben zusammen mit der Stadt Bornheim und dem Bornheimer Unternehmerkreis sowie der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW eine Kooperation gestartet, um es Bornheimer Unternehmen zu erleichtern, ihre erste Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen. Hierbei werden die Unternehmen von Studierenden der Alanus-Hochschule und von erfahrenen GWÖ-Beratern*innen durch den Prozess begleitet und bei der Dokumentation der Ergebnisse unterstützt.

Mehr Infos zum Ablauf finden Sie hier

Im Rahmen der Zusammenarbeit organisieren die Kooperationspartner die Workshops für die Erstellung der GWÖ-Bilanz, aber auch Infoveranstaltungen, um das Thema Gemeinwohl-Ökonomie unter den Unternehmer*innen bekannter zu machen.

Bornheimer Innovations- und Nachhaltigkeitszentrum BINZ

Als Ergebnis des ersten Gemeinwohl-Bilanzierungs-Prozesses hat sich zudem das Produkt- und Dienstleistungsangebot der WFG Bornheim erweitert. Die Gesellschaft hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet: das BINZ – Bornheimer Innovations- und Nachhaltigkeitszentrum. Hierfür wurde im September 2022 ein Gemeinwohl-Förderer in Vollzeit eingestellt.  Mit dem BINZ möchte die WFG Bornheim und die Stadt Bornheim in der Region wirtschaftlich stabile, sozial möglichst gerechte und ökologisch zukunftsfähige Strukturen weiter fördern und mitgestalten.

Infos zu den Unterstützungsangeboten des BINZ finden Sie hier

Darüber hinaus vermittelt die WFG Bornheim den ansässigen Unternehmen Beratungsdienstleistungen für spezifische Themenfelder wie beispielsweise Energie oder betriebliches Mobilitätsmanagement. In diesem Zusammenhang hat die WFG Bornheim begonnen, Unternehmer*innen mit Energiegenossenschaften zu vernetzen. Die Genossenschaften können Unternehmen dabei helfen, erneuerbare Energien Projekte zu finanzieren und Anlagen zu betreiben und bieten vielen Menschen in der Region die Möglichkeit, daran zu partizipieren.
Coworking-Angebot und Besprechungsräume für Solo-Selbstständige, Existenzgründer*innen, Vereine und Initiativen: Die WFG Bornheim stellt Bereiche ihres Büros zur Verfügung, um moderne, gut ausgestattete Räumlichkeiten für fokussiertes Arbeiten und Besprechungen anzubieten. Das Ziel: Es entsteht eine lebendige Arbeitsgemeinschaft, die nachhaltige Innovationen in die Region trägt und Freude am Wandel verbreitet. 
Innovationen in der Gewerbegebietsentwicklung: Im BINZ werden ebenfalls  neue Wege, Technologien und Partner*innen recherchiert, um die Prozesse im Tief- und Hochbau bei der Gewerbeentwicklung nachhaltiger und kreislauffähiger zu gestalten.